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Sporthallen-Diskussion geht weiter

 

 

Die bereits seit vielen Jahren andauernde Diskussion um den Neubau einer weiteren Sporthalle in Löningen geht weiter. Auch zum Haushalt 2012 hat der VfL Löningen bei der Stadt Löningen einen neuen Antrag auf Bau einer solchen Halle gestellt. Dieser kann nachfolgend als pdf-Datei aufgerufen werden.

 

Darüber hinaus haben sich auch die Rektorin, die Lehrerschaft und die Elternvertreter der Gelbrinkschule nochmals für einen Neubau einer Sporthalle (Bewegungs- und Versammlungsraum) ausgesprochen. Hierüber hat die Münsterländische Tageszeitung mehrere Berichte veröffentlicht. Auch diese Berichte können nachfolgende aufgerufen werden, ebenso wie die Schreiben der Rektorin bzw. der Lehrerschaft und der Elternvertreter an die Stadt Löningen.

 

In der Sitzung des Ausschusses für Familie, Bildung, Kultur und Sport der Stadt Löningen am 04.01.2012 wurde u. a. über den VfL-Antrag und die Pläne zur Nutzung des "Turnhallen-Grundstücks" beraten werden. Leider wurde dem VfL-Antrag bisher nicht gefolgt. Aber die Diskussion geht weiter, wie die nachfolgenden umfassenden Berichte zeigen. Hoffentlich mit einem positiven Ende!

 

 

[Protokoll der Sport-Ausschusssitzung am 19.03.2012, als pdf-Datei] - Quelle: Ratsinfosystem der Stadt Löningen unter www.loeningen.de

 

[Vermerk Machbarkeitsstudie Stadt Löningen vom 14.03.2012, als pdf-Datei] - Quelle: Ratsinfosystem der Stadt Löningen unter www.loeningen.de

 

[Protokoll der Sport-Ausschusssitzung am 07.03.2012, als pdf-Datei] - Quelle: Ratsinfosystem der Stadt Löningen unter www.loeningen.de

 

[Protokoll der Rats-Sitzung am 01.02.2012, als pdf-Datei] - Quelle: Ratsinfosystem der Stadt Löningen unter www.loeningen.de

 

[Beschlussempfehlung der Stadtverwaltung zur Rats-Sitzung am 01.02.2012, als pdf-Datei] - Quelle: Ratsinfosystem der Stadt Löningen unter www.loeningen.de

 

[Protokoll der Sport-Ausschusssitzung am 26.01.2012, als pdf-Datei] - Quelle: Ratsinfosystem der Stadt Löningen unter www.loeningen.de

 

[Kompromissvorschlag der CDU zur Kita-Diskussion für die Sport-Ausschusssitzung am 26.01.2012, als pdf-Datei] - Quelle: Ratsinfosystem der Stadt Löningen unter www.loeningen.de

 

[Chronologische Darstellung der Stadtverwaltung der Krippen-/Turnhallen-Diskussion für die Sport-Ausschusssitzung am 26.01.2012, als pdf-Datei] - Quelle: Ratsinfosystem der Stadt Löningen unter www.loeningen.de

 

[Verkehrswertermittlung für St. Vitus für die Sport-Ausschusssitzung am 26.01.2012, als pdf-Datei] - Quelle: Ratsinfosystem der Stadt Löningen unter www.loeningen.de

 

[Beschlussempfehlung der Stadtverwaltung zur Sport-Ausschusssitzung am 26.01.2012, als pdf-Datei] - Quelle: Ratsinfosystem der Stadt Löningen unter www.loeningen.de

 

[Protokoll der Sport-Ausschusssitzung am 04.01.2012, als pdf-Datei] - Quelle: Ratsinfosystem der Stadt Löningen unter www.loeningen.de

 

[Beschlussempfehlung der Stadtverwaltung zur Sport-Ausschusssitzung am 04.01.2012, als pdf-Datei] - Quelle: Ratsinfosystem der Stadt Löningen unter www.loeningen.de

 

[Neubau-Antrag des VfL Löningen vom 21.09.2011, als pdf-Datei]

 

[Schreiben von Rektorin Andrea Schüler bzgl. Sporthalle vom 19.12.2011, als pdf-Datei] - Quelle: Ratsinfosystem der Stadt Löningen unter www.loeningen.de

 

[Schreiben von Schulelternrat und Lehrerschaft bzgl. Sporthalle vom 19.12.2011, als pdf-Datei] - Quelle: Ratsinfosystem der Stadt Löningen unter www.loeningen.de

 

 

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Krippe kommt zu St. Marien


LÖNINGEN /PL - Der Löninger Stadtrat hat in seiner Sitzung am Mittwochabend in geheimer Abstimmung entschieden, eine neue zweigruppige Kinderkrippe am St.-Marien-Kindergarten anzusiedeln. Die Entscheidung fiel denkbar knapp mit einer Ein-Stimmen-Mehrheit. Damit ist der alternative Standort an der Gelbrinkschule vom Tisch. Nach den derzeitigen Kostenschätzungen ist die Marien-Lösung auch die zunächst günstigere. Inklusive der ohnehin notwendigen Sanierung des Kindergartens entstehen Kosten von rund 2,1 Millionen Euro. Ein Bau an der Grundschule hätte bis zu 3,2 Millionen gekostet. Darin enthalten wären allerdings auch noch eine kleine Turnhalle und eine Mensa.

 

 

Quelle:

Nordwest-Zeitung vom 23.03.2012

 

 

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Krippe kommt zum St.-Marienkindergarten
Löninger Stadtrat plädiert in geheimer Abstimmung mit 16:15 Stimmen für Anbau an bestehende Einrichtung

Im Ratssaal knisterte es vor Spannung. Nun soll der Beschluss schnell umgesetzt werden. Ein Löninger Architekturbüro zeichnete bereits eine Skizze für den Marienkindergarten.
 

von Matthias Ellmann

[Bild groß]

 

Löningen - Seit gestern Abend, 19.59 Uhr, ist es amtlich: Die in Löningen zusätzlich benötigte zweigruppige Kinderkrippe wird am St.-Marienkindergarten angebaut. In geheimer Abstimmung entschied sich der Stadtrat mit 16 zu 15 Stimmen für diesen Standort. Ein Krippenneubau auf dem „Turnhallengelände" an der Gelbrink-Grundschule ist damit vom Tisch. Das Gelände soll, so der Beschluss, ausschließlich für Belange der Grundschule genutzt werden. Für die von Josef Dobelmann (Grüne) beantragte geheime Abstimmung hatten zuvor 17 der 31 Ratsmitglieder votiert.

 

Vor der mit Spannung erwarteten Entscheidung im rappelvollen Ratssaal hatte Bürgermeister Thomas Städtler zunächst noch einmal die zur Auswahl stehenden Varianten erläutert. Für den Anbau der Krippe an den Marienkindergarten hatte das Löninger Architekturbüro Rolfes eine Skizze entworfen, für den Neubau auf dem Gelbrink sowohl Rolfes als auch das Oldenburger Büro Droste, Droste und Urban.


Das 7000 Quadratmeter große Gelände am Marienkindergarten biete ausreichend Platz für die zusätzliche Kinderkrippe; diese Lösung favorisiere auch das Offizialat als Träger der Kindergärten. Die Krippe ließe sich aber auch mitsamt einer Grundschulmensa und einer Turnhalle auf dem 2500 Quadratmeter großen Gelbrinkgrundstück unterbringen, sagte Städtler. Die Gesamtkosten liegen dort zwischen 3 und 3,2 Millionen Euro. Für die ohnehin fällige Sanierung und Erweiterung des Marienkindergartens werden 1,4 Millionen Euro kalkuliert. Die Krippe kostet zusätzlich 700000 Euro.


Die Befürworter eines Neubaus am Gelbrink hatten vor allem ins Feld geführt, dass die Krippe dann auf städtischem Grund errichtet werde und nicht auf Kirchengrund. „Dann kann ich als Stadt selber entscheiden, wo ich einen Nagel in die Wand haue", meinte Peter Friedhof (FDP) und plädierte ebenso für diese Lösung wie beispielsweise Hedwig Knabke, Björn Brak und Sonja Rosemeyer von der CDU. Zudem, so Knabke, werde der Marienkindergarten mit insgesamt sieben Gruppen sehr groß. Die Fraktionschefin hatte allerdings betont, sie spreche bei ihrem Plädoyer für einen Neubau nicht für die gesamte CDU-Fraktion, aber für den überwiegenden Teil.


Elisabeth Fortmann (CDU) und Ralf Liebermann (SPD-Fraktion) warnten vor einem dritten Kinderbetreuungsstandort im Stadtgebiet. Zudem solle man das Grundstück an der Gelbrinkschule nicht verbauen, ohne zu wissen, welche Bedürfnisse die Schule später einmal habe.


Einig waren sich aber alle Ratsmitglieder in einem: Egal, wie die Entscheidung ausfalle, der Rat solle geschlossen und mit Hochdruck an der Umsetzung arbeiten. Immerhin muss die Stadt Löningen die fehlenden Kinderbetreuungsplätze bis zum 1. August 2013 nachweisen.

 

zum Bild:

Riesiges Interesse: Der Löninger Ratssaal war rappelvoll, als sich der Stadtrat mit dem Krippenstandort befasste. Foto: Ellmann.

 

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MEINE MEINUNG
 

Endlich

 

von Matthias Ellmann

In Löningen ist die Entscheidung für den Bau einer zweigruppigen Kinderkrippe gefallen. Endlich, möchte man sagen, und fast sogar: Egal, wie und wo gebaut wird. Viel zu lange schon wurden Kinderbetreuungsstandorte gesucht und auch wieder verworfen, Beschlüsse gefasst und wieder geändert.


Dabei sind es längst nicht immer externe Gründe gewesen, die Vorschläge nicht zur Ausführung haben kommen lassen. Vor Jahren lobten sich Stadt und Ratsmitglieder als Vorreiter in Sachen Kinderbetreuung, als die erste Krippe im Stadtgebiet eingerichtet wurde. Jetzt hechelt Löningen hinterher.

 

Die Zeit wird knapp, um die gesetzlichen Vorgaben für Betreuungsplätze zu erfüllen. Seit 2008 redet sich der Stadtrat in unterschiedlichen Besetzungen die Köpfe heiß um die ideale Kinderbetreuungslösung. Ob der jetzt gefasste Entschluss der Weisheit letzter Schluss ist? Fast schon egal. Viel wichtiger ist: Eine Entscheidung ist gefallen, und das Projekt soll nun gemeinsam und schnell umgesetzt werden, so der einmütige Tenor im Stadtrat. Endlich.

 

 

Quelle:

Münsterländische Tageszeitung vom 22.03.2012

 

 

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Schwegmann gegen Gelbrink-Standort
Beratendes Ausschussmitglied für Krippe am Marienkindergarten

 

 

Löningen (mel) - Heidjer Schwegmann, beratendes Mitglied im Löninger Ausschuss für Familie, Bildung, Kultur und Sport, hat sich in der jüngsten Sitzung des Fachausschusses gegen einen Krippenstandort an der Hasestraße ausgesprochen. Fälschlicherweise war er in der Berichterstattung vom Dienstag den Befürwortern eines Neubaus auf dem „Turnhallengrundstück" bei der Gelbrink-Grundschule zugerechnet worden. Vielmehr habe er zu bedenken gegeben, dass eine Betreuung ohne einen doppelten Ortswechsel (Krippe - Kindergarten - Schule) pädagogisch deutlich sinnvoller sei, so Schwegmann.


Zudem habe er darauf hingewiesen, dass eine Personalsteuerung - zumal bei krankheitsbedingten Ausfällen - nach seiner langjährigen Erfahrung sehr viel einfacher zu gestalten sei, wenn die Betreuerteams der Krippe an die Teamstruktur der Kindergärten angeschlossen wären. Auch das beratende Ausschussmitglied beratende Ausschussmitglied Annegret Többen, die Leiterin des Kindergartens St. Marien, habe sich klar für eine Anbindung an die bestehenden Kindergärten ausgesprochen.

 

 

Quelle:

Münsterländische Tageszeitung vom 22.03.2012

 

 

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"Kinderkrippe weiter ein spannendes Thema
Fachausschuss plädiert mit 9:7 Stimmen für einen Anbau an den Marienkindergarten / Morgen Ratssitzung


Von Matthias Ellmann
 


Löningen – Es bleibt spannend in der Löninger Kinderbetreuungsfrage: Zwar sprach sich der Fachausschuss für Familie, Bildung Kultur und Sport gestern Abend für den Anbau einer Kinderkrippe an den St.-Marienkindergarten aus, doch mit 9:7 Stimmen fiel diese Empfehlung so knapp aus, dass sie der Stadtrat in seiner morgigen, entscheidenden Sitzung kippen könnte. Große Teile der CDU-Fraktion, darunter auch Fraktionssprecherin Hedwig Knabke, plädieren für den Neubau einer zweigruppigen Kinderkrippe auf dem sogenannten Turnhallengrundstück an der Hasestraße.

Knabke hatte ihre Haltung unter anderem damit begründet, ein Neubau bei der Gelbrink-Schule biete die Möglichkeiten, auf veränderte Bedingungen flexibel reagieren zu können. Ein solches Gebäude könne, sollte einmal kein Bedarf mehr für eine Krippe bestehen, auch anderweitig genutzt werden. Die Belange der Grundschule, die mindestens eine Mensa und einen Versammlungsraum, nach Möglichkeit auch eine Turnhalle benötigt, könnten auch mit einem Krippenneubau auf diesem Gelände berücksichtigt werden. Das hatten zwei Machbarkeitsstudien ergeben, die Bürgermeister Thomas Städtler zuvor erläutert hatte. Beide Studien berücksichtigen sowohl den Bau einer Krippe und einer Schulmensa, die als Versammlungsraum genutzt werden kann, als auch einer Turnhalle. „Die Krippe gehört dort an die Hasestraße“, sagte Knabke.

 

Eine gänzlich andere Auffassung vertraten Ralf Liebermann (SPD-Fraktion) und die Ausschussvorsitzende Elisabeth Fortmann (CDU). Der Standort an der Gelbrink-Schule solle ausschließlich für die Entwicklung der Schule genutzt werden. Zudem sei ein dritter Kinderbetreuungsstandort im Stadtgebiet unwirtschaftlich und nicht nachvollziehbar. Synergieeffekte, die beim Anbau an den Mairenkindergarten möglich wären, würden so außer Acht gelassen. Außerdem führe ein Neubau zu Zeitverzögerungen, da zunächst der Bebauungsplan geändert werden müsse. Die Betreuungsplätze müssen bis spätestens 1. August 2013 zur Verfügung stehen, die Krippe, ob Anbau oder Neubau, bis Ende 2013 abgerechnet sein, sonst fließen keine Zuschüsse.

 

Nach kontroverser Diskussion stimmten schließlich Elisabeth Fortmann, Elisabeth Kordes, Vitus Drees (alle CDU), Marianne Casser und Martina Hormes-Sibbel als Lehrer- und Elternvertreter, Maria Kruse (Grüne), Ralf Liebermann und Jörg Bunzler (beide SPD-Fraktion) sowie Bernd Stegemann (WGL) für einen Antrag Liebermanns, die Kinderkrippe am Marienkindergarten anzubauen. Hedwig Knakbke, Heinrich Benken, Sonja Rosemeyer, Carsten Osinski, Ewald Rolfes, Tanja Schnetlage, Matthias Dierkes (alle CDU) sowie Heidjer Schnetlage (beratendes Mitglied) empfahlen hingeben einen Neubau auf dem Turnhallengrundstück.

 

Fortsetzung morgen, Mittwoch, in der Ratssitzung ab 18 Uhr im Löninger Rathaus.

 

 

Quelle:

Münsterländische Tageszeitung vom 20.03.2012

 

 

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"Meine Meinung" von Hermann Huge in der MT vom 09.03.2012

 

Gelbrink nicht zubauen
Kein Platz für weiteren Raumbedarf
 

von Hermann Huge

 


Die am Mittwochabend im Fachausschuss des Rates vorgestellte Machbarkeitsstudie hat gezeigt, dass auf dem „Turnhallen-Grundstück" auf dem Gelbrink die gewünschten Gebäude - Krippe sowie Mensa und (Gymnastik)-Turnhalle für die Grundschule - realisierbar sind. Sie hat aber auch gezeigt, dass damit das Areal fast gänzlich ausgereizt wäre.


Die Folgen würden gerade für die Gelbrinkschule zum Problem: Sollte sie in den nächsten Jahren auf dem Gelände einen Bedarf an weiteren schulischen Einrichtungen haben, bliebe dafür kaum noch Platz. Das sollten all diejenigen bedenken, die nicht mehr an den Plänen zum Bau einer Kinderkrippe auf dem Gelbrink rütteln wollen.


Dabei sprechen gleich mehrere Gründe dafür, die dringend benötigte Kinderkrippe beim Kindergarten St. Marien anzusiedeln. Dort ist ausreichend Platz. Zudem könnten sich Kindergarten und Kinderkrippe in mancherlei Hinsicht ergänzen - sowohl bei den Räumlichkeiten als auch beim Personal.


Mit der Anbindung an einen schon bestehenden Kindergarten würde Löningen nur das nachvollziehen, was in Nachbarkommunen erfolgreich praktiziert wird. Außer dem bliebe es bei zwei Kita-Standorten im Stadtinneren. Das dürften die meisten Eltern begrüßen. Und eine Entscheidung für den Standort St. Marien wäre nur eine logische Konsequenz, hat sich doch auch die Ratsmehrheit inzwischen notgedrungen von der „großen Kita-Lösung" auf dem Gelbrink verabschiedet und der Sanierung der bestehenden Kindergärten zugestimmt.


In jedem Fall aber werden wohl alle froh sein, wenn am 21.03.2012 im Rat tatsächlich eine dauerhafte Entscheidung getroffen wird. Dann könnte auch die schier unendliche, fast vier Jahre dauernde Geschichte um die Einrichtung einer Kindertagesstätte endlich zu den Akten gelegt werden.

 

 

Quelle:

Münsterländische Tageszeitung vom 09.03.2012

 

 

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Mensa ebenerdig oder mit Blick von oben?
Löningens Kommunalpolitiker haben die Wahl beim ehemaligen Turnhallen- Grundstück auf dem Gelbrink

Jeweils rund 30 Minuten stellten die Architekten ihre Ideen vor. Jetzt sind wieder die Fraktionen des Löninger Rates gefragt.

 

Machbarkeitsstudie: Architekten stellen ihre Überlegungen vor


von Hermann Huge

 

 

Löningen - Auf dem sogenannten Turnhallen-Grundstück auf dem Gelbrink lassen sich eine auch als Versammlungsraum nutzbare Mensa mit bis zu 200 Tisch- bzw. 400 Sitzplätzen und eine 15 x 27 Meter große, sieben Meter hohe Einfeld-Turnhalle für die Gelbrink-Grundschule sowie eine zweigruppige Kinderkrippe unterbringen. Das ist das Ergebnis der vom Rat eingeforderten Kita-Machbarkeitsstudie, die gestern Abend dem Fachausschuss Familie, Bildung, Kultur, Sport und knapp 30 Zuhörern vorgestellt wurde.


Dabei unterschieden sich die Vorstellungen der beteiligten Architektenbüros aber teils deutlich. Über Kosten wurde in der Sitzung „bewusst" noch nicht gesprochen, so Bürgermeister Thomas Städtler. Diese hingen unter anderem auch von der möglichen Ausstattung der Einrichtungen ab.


Das Löninger Architektenbüro Bernard Rolfes geht in seinem Entwurf von drei, alle ebenerdig angebrachte Baukörper aus. Die Mensa wird dabei mit einem Glasgelenk an die Gelbrinkschule angebunden und erhält eine Glasfassade zum Buswendeplatz hin, wie Michaela Schwerter ausführte.


Die Krippe mit „lichtdurchfluteten Räumen" und großzügigen Vordachbereichen findet ihren Standort an der Hasestraße. Der 560 Quadratmeter große Außenbereich lässt auch eine spätere Krippenerweiterung zu. Die Sporthalle mit angebautem Geräteraum ist über eine zwischen Krippe und Sporthalle geplante Erschließungsstraße sowie für die Grundschüler über eine fußläufige Verbindung entlang der Mensa erreichbar.


Ein deutlich anderes Konzept verfolgt das Oldenburger Architektenbüro Droste Droste & Urban (DDU). Grundgedanke sei gewesen, die Hase-Landschaft und den Blick auf ihr mit in die Planungen einzubinden, so Professor Volker Droste. Dazu „erhöhen" die Planer die Mensa und platzieren sie im ersten Obergeschoss eines gemeinsamen Gebäudekomplexes, der die Mensa und die Turnhalle umfasst und auf allen Ebenen durch Glaselemente mit der Gelbrinkschule verbunden ist. Geplant sind auch teilüberdachte Außenbereiche. Ein Personen-/Lastenfahrstuhl sorgt für zusätzliche Barrierefreiheit. Turnhallen-Geräteraum, etc. lassen die Planer unter der Mensa „verschwinden".


Die Krippe ist als eigenständiger Gebäudetrakt an der Hasestraße vorgesehen, wobei DDU zusätzlichen Raum für eine Erweiterung bereits planerisch berücksichtigt hat.

 

* Info: Der Fachausschuss will auf Vorschlag der Stadtverwaltung am Montag, 19.03.2012, noch einmal über die Vorschläge der Architekten beraten und eine Empfehlung an Verwaltungsausschuss und Rat geben. Letzterer tagt am 21.03.2012.
 

 

Quelle:

Münsterländische Tageszeitung vom 08.03.2012

 

 

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Planung mit doppelter Architekten-Hilfe
„Kompromissvorschlag" zu Kindertages-Betreuung passiert den Löninger Stadtrat


Löningen (hu). Mit einem „allumfassenden Auftrag an die Verwaltung", so Bürgermeister Thomas Städtler, geht die Diskussion um die Kindertagesbetreuung in Löningen in die nächste Runde. Vom Grundsatz her bestätigte der Rat mit 23 Ja-, fünf Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen die Empfehlung seines Fachausschusses. Dieser hatte vergangenen Donnerstag eine Machbarkeitsstudie zu Baumöglichkeiten auf dem „Turnhallen-Grundstück" bei der Gelbrinkschule in der Stadtmitte gefordert.

Der nun erteilte Prüfauftrag umfasst nicht nur einen Krippenneubau, sondern auch die Schaffung einer Mensa und eines Versammlungsraumes für die Gelbrink-Grundschule. Ferner soll geprüft werden, inwieweit eine Bewegungshalle realisierbar ist. Hier ist jetzt aber auf Antrag der Grünen von einer Gymnastikhalle im Sinne der Schulbauförderrichtlinien die Rede. So soll sichergestellt werden, dass die Halle eine bestimmte Größe erhält.

Unterstützung bei der Prüfung soll die Stadtverwaltung vom Oldenburger Architektenbüro Droste Droste & Urban (DDU), dem Sieger des Architektenwettbewerbs zum Kita-Neubau an der Hasestraße, und vom Löninger Architekten Bernard Rolfes erhalten. Im Fachausschuss war über die Hinzuziehung eines zweiten Architekten noch emsig diskutiert worden, der Rat schuf hier nun Fakten - trotz der Bedenken des Bürgermeisters, der meinte, „es wäre gut, mit DDU weiterzumachen" und sich gegen die Hinzuziehung eines weiteren Architekten aussprach.

CDU-Fraktionsvorsitzende Hedwig Knabke stellte jedoch fest: „Ich möchte gerne eine Alternative in Sachen Mensa und Bewegungshalle haben und Herr Rolfes kennt sich mit der Materie aus."

Zufrieden zeigte sich Städtler damit, dass „wieder Bewegung in die Angelegenheit kommt". Er verwies in der Beratung, die erneut von zahlreichen Zuhörern verfolgt wurde, nochmals auf die Haltung der Kirche. Diese befürworte die Sanierung der Kindergärten St. Vitus und St. Marien sowie einen Krippenanbau bei der St.-Marien-Einrichtung.

Die Kosten für die Sanierung und Erweiterung der beiden Kindergärten seien „sehr genau ermittelt" worden und beliefen sich pro Einrichtung auf jeweils 1,4 Millionen Euro. Offen ließ der Bürgermeister die Frage von CDU-Ratsfrau Iris Wichmann nach der Belastbarkeit dieser Zahlen und ob „es bei diesen Kosten bleibt".

Seitens der Politik gingen die Meinungen, wie schon am Donnerstag, fraktionsübergreifend weit auseinander und reichten von der bislang angestrebten „großen Lösung" (neuer Kindergarten mit Krippe an der Hasestraße) über die Kompromisslösung (Krippe plus Schulräumlichkeiten) bis hin zur Lösung von Kirche und Stadtverwaltung (Sanierung der bestehenden Kindergärten und Krippenanbau bei St. Marien).
 


FAKTEN
* Ratsbeschluss: Die geltende Beschlusstage, die den Neubau einer sechsgruppigen Kinderbetreuungseinrichtung an der Hasestraße vorsieht, wird so lange nicht umgesetzt, sondern zurückgestellt, bis der Kompromissvorschlag (Sanierung beider Kindergärten als jeweils fünfgruppige Einrichtung an den vorhandenen Standorten und Neubau von zwei Krippengruppen an der Hasestraß3e sowie Prüfung der Realisierungsmöglichkeiten für eine Mensa, einen Versammlungsraum und eine Gymnastikhalle nach Schulbauförderrichtlinien für die Gelbrink-Grundschule) von der Verwaltung auf seine Machbarkeit hin überprüft worden ist.

* Der Rat erklärt, schnellstmöglich auf der Basis der unter Hinzuziehung der Architekturbüros DDU und Bernard Rolfes zu ermittelnden Entscheidungsgrundlagen eine Beschlussempfehlung über die weitere Vorgehensweise vorlegen zu wollen.

* Gegen den Beschluss votierten Bürgermeister Thomas Städtler, Manfred Borchers und Sonja Rosemeyer (beide CDU), Uwe Ostermann (SPD), Peter Friedhoff (FDP). Stimmenthaltung übten Elisabeth Fortmann (CDU) und Rainer Kroner (SPD).

 

 

Quelle:

Münsterländische Tageszeitung vom 03.02.2012

 

 

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Pavillon im Hasetal wird doch nicht saniert

 

Bericht aus der entsprechenden Ratssitzung am 01.02.2012:


Geld für Grundschule
Etat-Debatte von CDU und SPD


Löningen (hu). Den jahrelangen Einsatz der CDU für die Gelbrinkschule hob deren Fraktionsvorsitzende Hedwig Knabke in ihrer Haushaltsrede hervor. Das werde auch am Etat 2012 deutlich, den die Fraktion mehrheitlich billigte. Darin seien Mittel sowohl für die Sicherung des Eingangsbereichs als auch für die Planungen einer Mensa und eines Versammlungsraumes enthalten.

200000 Euro für die Sanierung des Pavillons an der Angelbecker Straße auszugeben, sei zu viel Geld, so Knabke weiter. Für die von der Stadt hierbei zu tragenden 120000 Euro könne auch eine Umkleide- und Duschmöglichkeit für die Fußballer in Freibadnähe erstellt werden. Diese können dann auch von Touristen genutzt werden.

Bereits jetzt solle mit den Planungen der Neugestaltung der Lindenallee und der Kreuzanlage begonnen werden. Dafür seien 50000 Euro eingeplant, so Knabke. 800 Euro zusätzlich soll der Jugendtreff erhalten. Für Gewerbe und Industrie müssten weiterhin Flächen bereitgehalten werden.

Letzteres unterstützte auch SPD-Fraktionsvorsitzender Rainer Kroner. Zugleich hob er „das Umdenken der CDU" in Sachen Kindertagesbetreuung hervor. Für die Stadt bedeute das 2,5 Millionen Euro weniger Schulden. Dringend notwendig sei die Erneuerung der Außentüren bei der Sporthalle Ringstraße.

„Für eine geringe Entschädigung am Hals" habe die Stadt die Sanierung der Lindenallee. Froh zeigte sich Kroner darüber, dass das neue Betriebsgebäude bei der Kläranlage rund 200000 Euro weniger gekostet habe als erwartet. In der Zukunft gehe es in Löningen darum, bestehende Objekte in Schuss zu halten und neue Investitionen möglichst zu vermeiden.

 

 

Quelle:

Münsterländische Tageszeitung vom 03.02.2012

 

 

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Gelbrinkschule fühlt sich nicht gleichbehandelt
Schulelternratsvorsitzender Thomas Wessner kritisiert hohe Kita-Kosten und fehlende Grundschul-Turnhalle

 


Löningen (hu) – Die Gelbrinkschule in Löningen sieht ihre Interessen in der politischen Kindertagesstätten-Diskussion nicht ausreichend berücksichtigt. Das macht Schulelternratsvorsitzender Thomas Wessner erneut deutlich. Im MT-Interview zweifelt Wessner die „Gleichbehandlung“ der rund 400 Schüler zählenden Grundschule an.


MT: Die Gruppe CDU/FDP imStadtrat will eine neue Kindertagesstätte bauen lassen – trotz der Bedenken der Vertreter der Gelbrinkschule. Was sagen Sie als Schulelternratsvorsitzender dazu?


Wessner: Was sich im Ausschuss inhaltlich und im Beschlussergebnis zugetragen hat, ist mit gesundem Menschenverstand kaum zu begreifen.


MT: Warum?


Wessner: Schon wegen der anfallenden Kosten. Auf der einen Seite kann ein Kindergarten für den Kostenfaktor X renoviert und um erforderliche Funktionsräume erweitert werden. Auf der anderen Seite aber plädiert die Politik für einen Neubau auf einem millionenschweren, eigentlich für eine Turnhalle gedachten Grundstück mit dem Kostenfaktor Y. Doch zwischen diesen beiden Varianten liegt eine Differenz von zwei bis drei Millionen Euro.


MT: Also geht es Ihnen um die Investitionskosten?


Wessner: Nicht nur, sondern auch um die nicht zu vertretende Ungleichbehandlung im Schulbereich. So wird für die Realschule und das Gymnasium als offene Ganztagsschulen eine Mensa für die Mittagsverpflegung der Schüler für ca. eine Million Euro in der Endausbaubauphase errichtet. Und die Hauptschule verfügt als teilgebundene Ganztagsschule bereits seit Jahren über erforderliche Mensaräumlichkeiten.


MT: ... die aber bei der Gelbrinkschule bislang fehlen...


Wessner: Richtig. Auch die Gelbrinkgrundschule mit ihren mehr als 400 Schülern ist eine offene Ganztagsschule. Unsere Grundschüler aber müssen noch immer das Mittagessen in mehreren Schichten einnehmen – in einem kleinen Gruppenraum, der seinerzeit für rund 30000 Euro umgerüstet wurde.


MT: CDU/FDP wollen jetzt aber doch im Zuge des Kita-Baues auch eine Mensa für die Gelbrinkschule mit planen lassen.


Wessner: Das ja, aber wir befürchten, dass für die Mensa und eine Turnhalle für die Gelbrinkschule kein Geld mehr zur Verfügung steht, wenn erst einmal die Kita für mehrere Millionen Euro gebaut ist.


MT: Ist die Turnhalle denn zwingend erforderlich?


Wessner: Das Gymnasium benutzt eine Turnhalle auf dem Schulgrundstück, zur Benutzung der Großraumturnhalle muss eine Straße überquert werden. 100 Meter mehr haben Realschüler zu Schwimmhalle und Sportstätten zurückzulegen, Hauptschüler 200 m. Die Grundschulen in Bunnen und Wachtum betreiben ihren Sport in der angrenzenden Turnhalle bzw. Mehrzweckhalle. Und unsere Grundschüler? Die werden seit Jahren mit Bussen durch Löningen zur Schwimmhalle oder Turnhalle gekarrt. Zeitverluste für den Sport- bzw. den nachfolgenden Unterricht sind dabei vorprogrammiert. Wo bleibt da die besondere Fürsorgepflicht der Kommune für ihre Grundschüler und die Gleichbehandlung?


MT: Sehen Sie auch Probleme bei der Umsetzung der sogenannten Inklusion, der Eingliederung behinderter Kinder in das Regelschulsystem?


Wessner: Die Umsetzung erfordert veränderte innerschulische Betreuungsorganisationsformen, insbesondere auch auf motorische und soziale Bedingungen ausgerichtet. Räumliche Defizite bei der Gelbrinkschule lassen das nicht zu, sie verstärken vielmehr noch die vorhandene Problematik.


MT: Wie können die angesprochenen Probleme Ihrer Meinung nach gelöst werden?


Wessner: Die Ratsmitglieder sind als gewählte Volksvertreter dem „Gemeinwohl“ verpflichtet. Das heißt in diesem Fall auch, dass sie sich in der Entscheidungsfindung und Entscheidung nach reiflicher Überlegung parteiübergreifend zum Wohl aller Kinder entscheiden. Die Ratsmitglieder sollen sich dabei stärker von Fakten und Zahlen leiten lassen und nicht von den Emotionen oder Wunschvorstellungen einiger dominanter Alpha-Tiere.
 

 

Quelle:

Münsterländische Tageszeitung vom 16.01.2012

 

 

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CDU will Planung für Mensa und Versammlungsraum
Investitionen bei Gelbrink-Grundschule
Neues Konzept und Kinderschwimmbecken beim Wellenfreibad

Von Hermann Huge


Löningen – Planungskosten in Höhe von 20000 Euro für den Bau einer Mensa und die Schaffung eines Versammlungsraumes in der Gelbrinkschule sieht der Haushalt 2012 der Stadt Löningen vor. Vor dem Hintergrund des geplanten Neubaues einer Kindertagesstätte an der Hasestraße „macht es einfach Sinn, wenn wir schon am bauen sind, beide Maßnahmen mit zu planen“, erläuterte CDU-Fraktionsvorsitzende Hedwig Knabke. Der Versammlungsraum soll nach CDU-Vorstellungen aber keine Bewegungs- oder Turnhalle sein, sondern eher den Charakter einer Aula haben.

Weitgehend entsprechen wollen die Kommunalpolitiker auch dem Wunsch der Gelbrinkschule nach einer Umgestaltung des Eingangsbereichs. Unter anderem sind dort eine Windfangtür und ein Durchbruch zum Sekretariat zur besseren Überwachung des Eingangsbereiches geplant. Hierfür sollen im Etat 10000 Euro eingesetzt werden. Neues Mobiliar fürs Lehrerzimmer der Gelbrinkschule soll es jedoch frühestens 2013 geben.

Auch die Lehrkräfte der Löninger Realschule müssen mindestens noch ein weiteres Jahr auf ihren Stühlen Platz nehmen. Mittel für Neuanschaffungen (rund 5000 Euro) sind auch hier erst für 2013 vorgesehen. Ebenfalls auf 2013 vertagt werden soll die Anschaffung von neuen Scheinwerfern fürs Forum Hasetal. Das bedeutet eine Einsparung im aktuellen Haushalt von 10000 Euro.

Rund 50000 Euro, so die Planungen, lässt sich die Stadt die Sanierung des Gebäudes des Bunner Kindergartens kosten. Allerdings wird die Summe gesplittet, wie Erster Stadtrat Christian Rüve erläutert. Im Etat 2012 sind 28800 Euro vorgesehen, in 2013 weitere 21600 Euro. Auch die Erneuerung der Ausstattung des Bunner Kindergartens – wie zum Beispiel der Spielburg – lässt sich die Stadt einiges kosten. Hier sehen die Planungen für 2012 einen Betrag in Höhe von 4800 Euro vor, in 2013 kämen nochmals 28800 Euro hinzu.

Ihr Wellenfreibad möchte die Stadt Löningen mit einem neuen Konzept, das demnächst der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll, und weiteren Investitionen auf Vordermann bringen. So soll bereits in diesem Jahr ein neues Kinderschwimmbecken im Wellenfreibad gebaut werden. Die Verwaltung hatte diese, rund 80000 Euro teuere Maßnahme für das Jahr 2014 vorgesehen, doch die Mehrheit im zuständigen Fachausschuss des Rates unterstützte den SPD-Antrag, den Bau auf 2012 vorzuziehen. Eine konkrete Aussage zur Gegenfinanzierung blieb jedoch aus, so Rüve. Er schlug deshalb für die Verwaltung vor, die benötigten Finanzmittel für die notwendige Sanierung der Bodenfliesen nicht komplett in diesem Jahr bereitzustellen, sondern 40000 Euro in 2012 und den Rest in 2013.

Das gleiche Verfahren ist bei der Beschaffung neuer Garderobenschränke fürs Löninger Hallenbad angedacht. Hier sollen die erforderlichen 56000 Euro je hälftig auf dieses und das nächste Jahr aufgeteilt werden, so der Antrag der CDU-Vertreter im Fachausschuss des Rates.

 

 

Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 10.01.2012

 

 

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Noch Fragezeichen hinter geplantem Kita-Neubau
Weiter Bedenken der Vertreter der Löninger Gelbrink-Grundschule - Fachausschuss berät am Mittwoch

Von Hermann Huge


Löningen - Hinter dem geplanten Neubau einer Kindertagesstätte mit viergruppigem Kindergarten und zweigruppiger Krippe an der Hasestraße in Löningen steht ein großes Fragezeichen. Damit müssen sich auch die Mitglieder des Ratsausschusses für Familie, Bildung, Kultur und Sport auseinandersetzen, die am Mittwoch, 04.01.2012, ab 17.30 Uhr im Rathaus unter anderem über den Ausbau der Kindertagesbetreuung in der Stadt beraten wollen.

Zwar ist der Architektenwettbewerb zum Kita-Neubau inzwischen abgeschlossen und die eingereichten Arbeiten sind derzeit im Löninger Rathaus Nebengebäude Alter Bahnhof ausgestellt. Doch melden die Vertreter der Gelbrinkschule weiterhin Bedenken gegen das von der CDU initiierte Neubau-Vorhaben in unmittelbarer Schulnachbarschaft an. Zudem stehen auch mögliche finanzielle Ansprüche des Bischöflichen Offizialats im Raum.

Lehrkräfte und der Elternrat der Gelbrink-Grundschule haben die Ratsmitglieder wenige Tage vor Weihnachten schriftlich aufgefordert, den Bau einer neuen Kindertagesstätte „auf dem Grundstück an der Gelbrinkschule unbedingt zu verhindern". Und auch die Schulleitung stellt fest, der geplante Kita-Neubau widerspreche den Erfordernissen der Schule und „die Umsetzung dieser Planung würde unumkehrbar eine sinnvolle bauliche Entwicklung der Gelbrinkschule verhindern".

Das Bischöfliche Offizialat in Vechta hat inzwischen den Verkehrswert des von ihm betriebenen St.-Vitus-Kindergartens, der im Falle eines Kita-Neubaues als Kindergarten-Standort aufgegeben werden müsste, ermitteln lassen. Wie die MT erfuhr, beläuft sich dieser für Gebäude und Grundstück auf rund 620000 Euro. Für den Fall, dass der Kita-Neubau realisiert wird, beabsichtigt das Offizialat, die Immobilie in der Löninger Innenstadt zu veräußern und den Verkaufserlös für Investitionen in anderen kirchlichen Einrichtungen in Löningen zu nutzen.

Zudem erwartet die Kirchenbehörde nach MT-Informationen, dass sich die Stadt Löningen mit 50 Prozent an den Abrisskosten von St. Vitus beteiligt und möglicherweise einen Wertausgleich leistet.

Die von der Stadtverwaltung erarbeitete Beschlussvorlage für die Fachausschusssitzung am Mittwoch sieht vor, dass die Ausschussmitglieder gegen den geplanten Kita-Neubau bei der Gelbrinkschule stimmen. Stattdessen sollen sie für die von der Stadtverwaltung und seinerzeit auch vom Offizialat favorisierte Sanierung und Erweiterung der bestehenden Kindergärten St. Vitus und St. Marien mit dem Anbau einer zweigruppigen Kinderkrippe beim Kindergarten St. Marien votieren. In diesem letzteren Fall wäre der durchgeführte Architektenwettbewerb nur noch Makulatur. Was bliebe, wären die Wettbewerbskosten von insgesamt 21000 Euro (Bearbeitungshonorar und Preisgelder).

 

Quelle:

Münsterländische Tageszeitung vom 02.01.2012

 

 

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Rat soll Schulbedürfnisse ernst nehmen
Schreiben der Lehrkräfte und Elternvertretung der Gelbrinkschule


Löningen (hu) - „Wir, die Lehrerschaft und die Elternvertreter der Gelbrinkschule, fordern Sie dringend auf, die Bedürfnisse von 400 Grundschülern der Stadt Löningen ebenso ernst zu nehmen, wie das Anliegen, 15 neue Kindertageskrippenplätze zu schaffen." So heißt es in einem gemeinsamen Schreiben beider Gremien an die Löninger Ratsvertreter, die sie dazu aufrufen, den Bau einer Kita auf dem Grundstück an der Gelbrinkschule zu verhindern.

Gegen das Neubau-Vorhaben sprächen viele Gründe. Das Grundstück sei damals von der Stadt für die Gelbrinkschule erworben worden, um dort einen Bewegungs- und Versammlungsraum für die Schulgemeinschaft zu schaffen. In den nun vorliegenden Plänen seien solche Räumlichkeiten nicht konkret vorgesehen. Auch eine gemeinsame Nutzung der möglicherweise später angedachten Mensa und Bewegungshalle „ist äußerst problematisch, wenn 400 Grundschüler und ca. 100 Kindergartenkinder die Räumlichkeiten zur selben Zeit beanspruchen müssen."

Die Schülerzahlen seien zwar in den letzten Jahren rückläufig, „liegen aber immer noch über dem Stand, den die Grundschule 1988 hatte, als das Gebäude am Gelbrink bezogen wurde. Und schon damals bestätigte man uns die Notwendigkeit einer Turnhalle und eines Versammlungsraums." Die Umsetzung sei aber aus finanziellen Gründen immer wieder zurückgestellt worden.

Sollte nun eine neue Kita gebaut und der Bau einer Mensa und eines angemessenen Bewegungsraumes wieder auf unbestimmte Zeit verschoben werden und wahrscheinlich nicht finanziert werden können, sei das „eine absolute Unverhältnismäßigkeit", so die Elternschaft und Lehrer der Gelbrinkschule.

 

 

Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 02.01.2012