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Planung mit doppelter Architekten-Hilfe
„Kompromissvorschlag" zu Kindertages-Betreuung passiert den Löninger Stadtrat


Löningen (hu). Mit einem „allumfassenden Auftrag an die Verwaltung", so Bürgermeister Thomas Städtler, geht die Diskussion um die Kindertagesbetreuung in Löningen in die nächste Runde. Vom Grundsatz her bestätigte der Rat mit 23 Ja-, fünf Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen die Empfehlung seines Fachausschusses. Dieser hatte vergangenen Donnerstag eine Machbarkeitsstudie zu Baumöglichkeiten auf dem „Turnhallen-Grundstück" bei der Gelbrinkschule in der Stadtmitte gefordert.

Der nun erteilte Prüfauftrag umfasst nicht nur einen Krippenneubau, sondern auch die Schaffung einer Mensa und eines Versammlungsraumes für die Gelbrink-Grundschule. Ferner soll geprüft werden, inwieweit eine Bewegungshalle realisierbar ist. Hier ist jetzt aber auf Antrag der Grünen von einer Gymnastikhalle im Sinne der Schulbauförderrichtlinien die Rede. So soll sichergestellt werden, dass die Halle eine bestimmte Größe erhält.

Unterstützung bei der Prüfung soll die Stadtverwaltung vom Oldenburger Architektenbüro Droste Droste & Urban (DDU), dem Sieger des Architektenwettbewerbs zum Kita-Neubau an der Hasestraße, und vom Löninger Architekten Bernard Rolfes erhalten. Im Fachausschuss war über die Hinzuziehung eines zweiten Architekten noch emsig diskutiert worden, der Rat schuf hier nun Fakten - trotz der Bedenken des Bürgermeisters, der meinte, „es wäre gut, mit DDU weiterzumachen" und sich gegen die Hinzuziehung eines weiteren Architekten aussprach.

CDU-Fraktionsvorsitzende Hedwig Knabke stellte jedoch fest: „Ich möchte gerne eine Alternative in Sachen Mensa und Bewegungshalle haben und Herr Rolfes kennt sich mit der Materie aus."

Zufrieden zeigte sich Städtler damit, dass „wieder Bewegung in die Angelegenheit kommt". Er verwies in der Beratung, die erneut von zahlreichen Zuhörern verfolgt wurde, nochmals auf die Haltung der Kirche. Diese befürworte die Sanierung der Kindergärten St. Vitus und St. Marien sowie einen Krippenanbau bei der St.-Marien-Einrichtung.

Die Kosten für die Sanierung und Erweiterung der beiden Kindergärten seien „sehr genau ermittelt" worden und beliefen sich pro Einrichtung auf jeweils 1,4 Millionen Euro. Offen ließ der Bürgermeister die Frage von CDU-Ratsfrau Iris Wichmann nach der Belastbarkeit dieser Zahlen und ob „es bei diesen Kosten bleibt".

Seitens der Politik gingen die Meinungen, wie schon am Donnerstag, fraktionsübergreifend weit auseinander und reichten von der bislang angestrebten „großen Lösung" (neuer Kindergarten mit Krippe an der Hasestraße) über die Kompromisslösung (Krippe plus Schulräumlichkeiten) bis hin zur Lösung von Kirche und Stadtverwaltung (Sanierung der bestehenden Kindergärten und Krippenanbau bei St. Marien).
 


FAKTEN
* Ratsbeschluss: Die geltende Beschlusstage, die den Neubau einer sechsgruppigen Kinderbetreuungseinrichtung an der Hasestraße vorsieht, wird so lange nicht umgesetzt, sondern zurückgestellt, bis der Kompromissvorschlag (Sanierung beider Kindergärten als jeweils fünfgruppige Einrichtung an den vorhandenen Standorten und Neubau von zwei Krippengruppen an der Hasestraß3e sowie Prüfung der Realisierungsmöglichkeiten für eine Mensa, einen Versammlungsraum und eine Gymnastikhalle nach Schulbauförderrichtlinien für die Gelbrink-Grundschule) von der Verwaltung auf seine Machbarkeit hin überprüft worden ist.

* Der Rat erklärt, schnellstmöglich auf der Basis der unter Hinzuziehung der Architekturbüros DDU und Bernard Rolfes zu ermittelnden Entscheidungsgrundlagen eine Beschlussempfehlung über die weitere Vorgehensweise vorlegen zu wollen.

* Gegen den Beschluss votierten Bürgermeister Thomas Städtler, Manfred Borchers und Sonja Rosemeyer (beide CDU), Uwe Ostermann (SPD), Peter Friedhoff (FDP). Stimmenthaltung übten Elisabeth Fortmann (CDU) und Rainer Kroner (SPD).

 

 

Quelle:

Münsterländische Tageszeitung vom 03.02.2012

 

 

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