
Ein Kommentar ihres Trainers Armin Beyer:
"Als ich am Donnerstagmorgen Carolins Vorlauf über 3.000 m Hindernis live am Bildschirm verfolgte, sah ich schon, dass es bei Carolin nicht so rund wie gewohnt lief. Auf der Schlussrunde brach sie völlig entkräftet ein und das kostete ihr die Finalteilnahme. Selbstverständlich war ich im allerersten Moment genauso wie Carolin selbst enttäuscht. Doch dann galt es Informationen über Carolin zu bekommen, die im Ziel ärztlich versorgt werden musste. Schnell gab es hier Entwarnung aus Tallinn.
Zweifelsfrei war aufgrund der Leistungen der vergangenen Wochen die Finalteilnahme und evtl. auch eine Top-Acht Platzierung ein durchaus realistisches Ziel. Doch Leichtathletik ist nicht zu 100% berechenbar, insbesondere wenn die Athletin sich gut 10 Tage vor dem Wettkampf einen Infekt einfängt. Zwar wurde das Training reduziert und der DLV-Teamarzt gab auch einen Tag zuvor ein "GO", doch die Schwächung durch den Infekt erwies sich doch gravierender als vermutet. Leider bekam dies Carolin auf der Schussrunde knallhart zu spüren und ein Traum zerplatzte. Das war aber nur der Traum von einem U20-EM Finale. An den verbleibenden Tagen unterstützte Carolin den Bundestrainer Georg Lehrer und das gesamte Team, das einen guten Teamspirit zeigte. Sie erlebte live wie ihre Teamkollegin Olivia Gürth zum EM-Titel über die Hindernisse stürmte.
Nun ist Carolin seit einer Woche aus Tallinn zurück und sie hat wertvolle Erfahrungen und Eindrücke von der EM mitgenommen. Jetzt trainiert sie wieder auf der Bahn in Löningen und den Nackenschlag hat sie gut verarbeitet. Aktuell geht der Blick bereits in Richtung der U18-DM in Rostock, bei der sie jedoch über 1.500 m starten wird.
Carolin hat in 2021 eine bemerkenswerte Leistungsentwicklung vollzogen und ist auch mental recht stark. Ihre sonst eher zurückhaltende Renntaktik hat sie auch abgelegt. Manch einer wird sie getröstet haben wie z.B. "Du bist ja noch so jung und du kannst in 2 Jahren nochmals bei der U20 starten" - ja das ist ein momentaner Trost, doch die Sportler leben im Hier und Jetzt. Oft fehlt ihnen die Geduld und selten führt ein Weg direkt zum Gipfel. Oft gibt es manchen Umweg oder Rückschlag. Schaut auf eure Vereinskameradin Lea Meyer, der bei der U18/U20 über die Hindernisstrecke eine internationale Meisterschaft verwehrt blieb, die sich dann aber zweimal bei der U23-EM startete und nun ihrer Olympiapremiere am kommenden Wochenende entgegenschaut.
Nachwuchssportler(innen) müssen ihren Weg gehen. Hört nicht auf die "sogenannte Meinung" und denkt nicht darüber nach was andere über euch denken. Ihr werdet es sowieso niemals allen recht machen. Nur ihr wisst welche Entbehrungen ihr für euren Sport und eure Träume erbringt. Ja, der Weg nach oben ist meist steinig, aber man kann ihn gehen..."
Carolin Hinrichs blickt nach U20-EM Teilnahme nach vorne
Die Enttäuschung der 3.000 m Hindernisläuferin war schnell verflogen
Ein Kommentar ihres Trainers Armin Beyer:
"Als ich am Donnerstagmorgen Carolins Vorlauf über 3.000 m Hindernis live am Bildschirm verfolgte, sah ich schon, dass es bei Carolin nicht so rund wie gewohnt lief. Auf der Schlussrunde brach sie völlig entkräftet ein und das kostete ihr die Finalteilnahme. Selbstverständlich war ich im allerersten Moment genauso wie Carolin selbst enttäuscht. Doch dann galt es Informationen über Carolin zu bekommen, die im Ziel ärztlich versorgt werden musste. Schnell gab es hier Entwarnung aus Tallinn.
Zweifelsfrei war aufgrund der Leistungen der vergangenen Wochen die Finalteilnahme und evtl. auch eine Top-Acht Platzierung ein durchaus realistisches Ziel. Doch Leichtathletik ist nicht zu 100% berechenbar, insbesondere wenn die Athletin sich gut 10 Tage vor dem Wettkampf einen Infekt einfängt. Zwar wurde das Training reduziert und der DLV-Teamarzt gab auch einen Tag zuvor ein "GO", doch die Schwächung durch den Infekt erwies sich doch gravierender als vermutet. Leider bekam dies Carolin auf der Schussrunde knallhart zu spüren und ein Traum zerplatzte. Das war aber nur der Traum von einem U20-EM Finale. An den verbleibenden Tagen unterstützte Carolin den Bundestrainer Georg Lehrer und das gesamte Team, das einen guten Teamspirit zeigte. Sie erlebte live wie ihre Teamkollegin Olivia Gürth zum EM-Titel über die Hindernisse stürmte.
Nun ist Carolin seit einer Woche aus Tallinn zurück und sie hat wertvolle Erfahrungen und Eindrücke von der EM mitgenommen. Jetzt trainiert sie wieder auf der Bahn in Löningen und den Nackenschlag hat sie gut verarbeitet. Aktuell geht der Blick bereits in Richtung der U18-DM in Rostock, bei der sie jedoch über 1.500 m starten wird.
Carolin hat in 2021 eine bemerkenswerte Leistungsentwicklung vollzogen und ist auch mental recht stark. Ihre sonst eher zurückhaltende Renntaktik hat sie auch abgelegt. Manch einer wird sie getröstet haben wie z.B. "Du bist ja noch so jung und du kannst in 2 Jahren nochmals bei der U20 starten" - ja das ist ein momentaner Trost, doch die Sportler leben im Hier und Jetzt. Oft fehlt ihnen die Geduld und selten führt ein Weg direkt zum Gipfel. Oft gibt es manchen Umweg oder Rückschlag. Schaut auf eure Vereinskameradin Lea Meyer, der bei der U18/U20 über die Hindernisstrecke eine internationale Meisterschaft verwehrt blieb, die sich dann aber zweimal bei der U23-EM startete und nun ihrer Olympiapremiere am kommenden Wochenende entgegenschaut.
Nachwuchssportler(innen) müssen ihren Weg gehen. Hört nicht auf die "sogenannte Meinung" und denkt nicht darüber nach was andere über euch denken. Ihr werdet es sowieso niemals allen recht machen. Nur ihr wisst welche Entbehrungen ihr für euren Sport und eure Träume erbringt. Ja, der Weg nach oben ist meist steinig, aber man kann ihn gehen..."






